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Was Kleinunternehmer leisten und brauchen

Exposure- und Dialogprogramm auf den Philippinen, 26. Mai – 4. Juni 2012

Drei Tage leben und arbeiten die Teilnehmenden bei einem Exposure– und Dialogprogramm (EDP) jeweils zu zweit in einer Kleinunternehmerfamilie mit. Sie erleben den Familien– und Betriebsalltag ihrer Gastgeber und spüren den Unternehmergeist, mit dem diese ihre alltäglichen Herausforderungen meistern. Sie lernen dabei auch deren Ansprüche an geeignete Finanzdienstleistungen, berufliche Bildungsangebote und die institutionellen Rahmenbedingungen kennen. Danach reflektieren die Teilnehmenden gemeinsam ihre Eindrücke und haben Gelegenheit zu Gespräch und Austausch mit erfahrenen Fachleuten und Akteuren auf dem Gebiet der lokalen Wirtschafts– und Kleinunternehmerförderung auf den Philippinen.

Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt (PDF Format) – [find details in English here!]

Um sich mit der Komplexität der Themenstellung angemessen auseinanderzusetzen bietet die Methode des Exposure–-und Dialogprogramm e.V. (EDP) einzigartige Möglichkeiten. Das EDP zeigt auf, welche Impulse von unternehmerischer Entwicklungszusammenarbeit für die Überwindung von Armut ausgehen und wie Prinzipien Sozialer Marktwirtschaft zur Stärkung des Gemeinwesens beitragen, wenn verschiedene entwicklungspolitische Instrumente ineinander greifen. Der Bund katholischer Unternehmer (BKU), Hanns Seidel Stiftung und die Schmitz-Stiftungen engagieren sich seit vielen Jahren in diesen Bereichen. Seit Jahren arbeiten sie auf den Philippinen gemeinsam mit verlässlichen, lokalen Partnern erfolgreich zusammen. Die in diesen Partnerschaften gemachten Erfahrungen sollen in diesem EDP für die Teilnehmenden erlebbar gemacht werden. In der sich anschließenden Dialogphase sollen gemeinsam Schlussfolgerungen gezogen und Impulse für zukünftige Zusammenarbeit gesetzt werden.  

In diesem Kontext werden sich die Teilnehmenden im Austausch mit den Partnern und weiteren Fachleuten auch mit grundsätzliche Fragen der Entwicklungszusammenarbeit beschäftigen: Was sind die Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Partnerschaft? Welche politischen Rahmenbedingungen sind dazu erforderlich? Wie können auch unter schwierigen Bedingungen dauerhafte Entwicklungswirkungen erzielt werden?

Mikrofinanz: Ohne Zugang zu Finanzdienstleistungen können kleine Betriebe kaum wachsen. Die Vergabe von Kleinkrediten und Möglichkeiten zum Sparen sind für sie daher wichtig. Auf den Philippinen haben sich verschiedene Mikrofinanz-Geschäftsmodelle entwickelt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Selbstorganisation: Gerade für Kleinunternehmer ist es wichtig, sich zusammenzuschließen, gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam gegenüber der lokalen Verwaltung und Politik ihre Anliegen vorzubringen. Die Unterstützung des Aufbaus von Wirtschaftsverbänden und –kammern ist daher eine bedeutsame Aufgabe.

Berufliche Bildung: Die Verbesserung von Produkten und die Einhaltung von Standards, beispielsweise in der Lebensmittelverarbeitung, erfordern einen hohen Qualifizierungsbedarf. Die Entwicklung von am deutschen dualen System orientierten aber den örtlichen Gegebenheiten angepassten Ausbildungsangeboten kommt dabei eine große Bedeutung zu.